18.09.2016

24 Stunden im Einsatz

Jugendgruppen des THW und der Feuerwehr trainierten den Ernstfall: Rund 30 Kinder und Jugendliche nahmen am Wochenende vom 17. auf den 18. August an einer groß angelegten 24h-Übung teil. Die durch die Feuerwehr Morsbach-Wendershagen und des THW Waldbröl organisierte Übung sorgte bei dem so motivierten Nachwuchs für besondere Erfahrungen und Eindrücke.

Um 14 Uhr startete die Übung mit der Errichtung einer eigenen Zeltstadt und der dafür benötigten Infrastruktur. Strom lieferte das THW durch den dafür bereitgestellten Stromerzeuger 200 kVA. Verschiedene Einsatzszenarien sollten den heranwachsenden Helfern in möglichst realistischer Form deutlich machen, was in der Dienstzeit eines Feuerwehrmannes oder THW’lers auf sie zukommt.

Per Funkmeldeempfänger wurden die Gruppen durch die Leitstelle alarmiert. Ein kleiner Mülltonnenbrand forderte am frühen Nachmittag zunächst nur die Feuerwehr. In Einsatz 2 musste die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Fachberater THW die Quelle eines stark verrauchten Kellerraumes ausfindig machen. Da der Strom im Bereich der Einsatzstelle ausgefallen war, wurden nach kurzer Zeit weitere Kräfte seitens des technischen Hilfswerks an die Einsatzstelle geordert. Nach Information der Leitstelle galt eine Person als vermisst. Während die Feuerwehr unter Leitung von Gruppenführer N. Hombach mit zwei Trupps das Gebäude untersuchte, stellte die Fachgruppe Beleuchtung die benötigte Licht- und Stromversorgung her. Die Rauchentwicklung war einem Feuer in einer der sanitären Anlagen geschuldet, welches bereits nach kurzer Zeit erfolgreich gelöscht werden konnte, sodass ein Lüften der Kellerräume möglich war. Die verletzte Person konnte mit einer mittelschweren Fußverletzung gefunden werden. Die 1. Bergungsgruppe des THW übernahm die Rettung des Verletzten und übergab diese dem Rettungsdienst. Nach Rückbau und Herstellung der Einsatzbereitschaft konnte der Einsatz gegen 20 Uhr erfolgreich beendet werden.

Einsatz 3 folgte gegen 21:30 Uhr. Die Leitstelle alarmierte die Feuerwehr Wendershagen und den Fachberater THW zu einem Flächenbrand. Ein Rettungswagen wurde umgehend zur Bereitstellung hinzugezogen. Nach Rücksprache mit Fachberater C. Feuerstein alarmierte die Feuerwehr auch das THW mit der Fachgruppe Beleuchtung und der Bergungsgruppe. Die sich vor Ort befindlichen Passanten schilderten bei Sichtung des Feuers eine weglaufende Person. Unter Zugführer O. Söhns suchte die Bergungsgruppe den Umkreis großflächig ab. Die Polizei war ebenfalls vor Ort, um die Person wegen des dringenden Tatverdachts auf Brandstiftung in Gewahrsam zu nehmen.

Es erfolgte nach Rückankunft die Aussprache der Nachtruhe. Schon um 04:48 holten die Meldeempfänger die Einsatzkräfte aus dem Schlaf. Mit der Durchsage „eingeklemmte Person nach Verkehrsunfall“ waren binnen Sekunden alle in ihrer Uniform und auf den Fahrzeugen. Ein RTW war bereits vor Ort und versorgte die verletzte Person, welche durch den Aufprall an einem Baum mit schwersten Verletzungen geborgen werden musste. Die Feuerwehr Wendershagen begann umgehend mit der Rettung durch den Einsatz von Schere/Spreizer. Die Einsatzstelle wurde großflächig ausgeleuchtet und die Straße für mehrere Stunden vollständig gesperrt. Nach Herstellung der Einsatzbereitschaft konnte der Einsatz um 7:30 beendet werden.

Im nachfolgenden Verlauf erwies sich die Erholung als wichtigster Punkt. Bedingt des mangelnden Schlafes und der Erschöpfung hatten alle ausreichend Zeit, sich einige Stunden zur Ruhe zu legen, ehe die Übung nach dem gemeinsamen Aufräumen nach 24 Stunden, um 14 Uhr beendet wurde.

Für die großartige Unterstützung seitens der daran beteiligten Organisationen, Helfern und Firmen möchten wir uns bedanken. Die Malteser Enegelskirchen stellten im Verlauf der Übung einen Rettungswagen. Die Polizei Waldbröl sorgte mit der Anwesenheit eines Streifenwagens für Begeisterung. Weiter bedanken wir uns bei der Firma Schreiner GbR für die Bereitstellung ihrer Kellerräume, der ALD-Veranstaltungstechnik GmbH für das notwendige Material der Rauch- und Feuersimulation und dem Entsorgungsfachbetrieb Stinner GmbH für die fachgerechte Entsorgung der Feuerreste.


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